Durch Sprache wird Realität konstituiert und insofern ist Sprache Macht.
In unserem Wortschatz gibt es immer wieder Begriffe, die wir teilweise bereits
in der Kindheit übernommen haben und unhinterfragt weiterverwenden. Sie sind
von uns nicht böse gemeint, können aber starke Irritationen, Kränkungen und
Unverständnis bei anderen auslösen. Viele "geflügelte Worte" haben diskriminierenden
oder ausgrenzenden Charakter, manche Begriffe sind auch offensichtlich rassistisch
und sollten nicht verwendet werden. Auch einige scheinbar vollkommen harmlose
Begriffe haben es in sich.
Suchen wir gemeinsam Alternativen zu folgenden Begriffen, die noch immer in unserer Alltagssprache "herumgeistern"!
Wird für BewohnerInnen Grönlands verwendet, von den Inuit, wie sich die meisten selbst nennen, aber abgelehnt.
"Inuit" bedeutet "Mensch".
"Eskimo" bedeutet "Rohfleischesser" und wurde von den Kolonialmächten dazu verwendet, heraus zu
streichen, wie "primitiv" die BewohnerInnen der Arktis waren, da sie ihr Essen nicht kochten.
Heute zählt zum Beispiel roher Fisch auch bei uns zu den Delikatessen für Ernährungsbewusste. Glauben Sie nicht?
Noch nie Sushi gegessen?
Prinzipiell sollte der Wunsch von Menschen so genannt zu werden, wie sie sich selbst gerne bezeichnen respektiert werden. Ein
"Für mich hat der Begriff nichts Abwertendes oder Gemeines, wenn ich ihn verwende. Ich meine es ja nicht böse"
zählt also gar nichts.
Wie würde es Ihnen gefallen, wenn Sie als ÖsterreicherIn in ein anderes Land kommen und dort als "Schlafmütze"
oder "fauler Sack" bezeichnet würden. Die sprichwörtliche Gemütlichkeit der Österreicher kennt ja jeder
und insofern wäre es ja auch nicht böse gemeint.