Heimliche Botschaften Website des Projekts "Gleiche Chancen"


Durch Sprache wird Realität konstituiert und insofern ist Sprache Macht. In unserem Wortschatz gibt es immer wieder Begriffe, die wir teilweise bereits in der Kindheit übernommen haben und unhinterfragt weiterverwenden. Sie sind von uns nicht böse gemeint, können aber starke Irritationen, Kränkungen und Unverständnis bei anderen auslösen. Viele "geflügelte Worte" haben diskriminierenden oder ausgrenzenden Charakter, manche Begriffe sind auch offensichtlich rassistisch und sollten nicht verwendet werden. Auch einige scheinbar vollkommen harmlose Begriffe haben es in sich.

Suchen wir gemeinsam Alternativen zu folgenden Begriffen, die noch immer in unserer Alltagssprache "herumgeistern"!

"getürkt"
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"Bananenrepublik"
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"Kanake"
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"Tschusch"
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"Herumzigeunern"
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"Neger"
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"Eskimo"
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"bis zur Vergasung"
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"das schwache Geschlecht"
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"Kaff"/"Kaffer"
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"Bananenrepublik"

Seit den 50er Jahren wurden zentralamerikanische Länder mit Regierungen, die als korrupt galten, als "Bananenrepubliken" bezeichnet. Das Wort leitete sich daraus ab, dass diese Länder sehr oft vom Export eines einzigen Agrarproduktes - zum Beispiel Bananen - abhängig waren und somit nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch unter dem Einfluss der multinationalen Bananenkonzerne standen.

Die Bedeutung des Wortes "Bananenrepublik" weitete sich im Laufe der Jahre aus. Die Arbeit auf den Bananenplantagen wurde oft unter katastrophalen Bedingungen verrichtet und war aufgrund des großen Einsatzes von Pestiziden häufig gesundheitsschädlich.

Heute ist "Bananenrepublik" eine eindeutig negativ konnotierte Bezeichnung für ein Land, in dem im wirtschaftlichen, politischen oder rechtlichen Bereich Missstände herrschen. So verwendet man den Ausdruck "Bananenrepublik" oft auch im Zusammenhang mit Skandalen, undemokratischen Zuständen, menschenunwürdigen Lebensbedingungen und "Kleinbürgerlichkeit" in europäischen Staaten.